Das wurden wir tatsächlich gefragt.
Aber alles der Reihe nach.
Zu Beginn der Veranstaltung gab es eine kurze Zusammenfassung, wo erklärt wurde, woher sich Jugendliche ihre Meinung und politische Bildung ziehen.

Danach ging es direkt in eine Stationsarbeit, die sehr unterschiedlich, aber auch spannend war. Dafür wurden wir in 4 Gruppen aufgeteilt, denn nicht alle konnten an derselben Station arbeiten, und die Stationen sollten auch gleich stark besetzt sein.
Die erste Station war ein Radioballett. Das war sehr lustig, weil sich eigentlich alle (auch ich) blamiert haben. Uns wurden über Kopfhörer Worte eingespielt wozu wir uns passend bewegen oder Gefühle und Emotionen darstellen sollten. Da wir im Kreis standen, konnte jeder den anderen auch beobachten. War wirklich lustig (siehe oben).
An der zweiten Station ging es darum, sich eine eigene Meinung zu bilden, sich zu entscheiden und schließlich abzustimmen. Man konnte mit verschiedenen Dingen zu unterschiedlichen Fragen abstimmen. Zum Beispiel: „Werden Kinder vom Internet nicht zu stark und vielleicht falsch politisch beeinflusst?“ Die Gegenstände, mit denen man abstimmen konnte, waren z.B. Bälle in eine Röhre stecken, Muttern eine Schraube herunterdrehen lassen oder mit Legos bauen. Das war ziemlich interessant, weil man sehen konnte, wie die anderen abgestimmt haben. Wiederum musste man aufpassen, sich davon nicht beeinflussen zu lassen, sondern bei seiner eigenen Meinung zu bleiben.

In der nächsten Station wurde erklärt, dass man Dinge riechen, schmecken, fühlen und sehen soll. Wir sollten uns z.B. vorstellen, welchen Geschmack wir mit DEMOKRATIE verbinden würden. Das war ziemlich spannend, weil jeder seine ganz eigene Meinung dazu hat, weil jeder sich auch etwas anderes zu bestimmten Dingen vorstellt, als man selbst.
Zum Abschluss gab es noch eine Gruppenarbeit, in der es um die Frage ging: „Was stärkt oder lehrt die Demokratie?“ Jede Gruppe hat unterschiedliche Ideen und Projekte entwickelt, die sehr spannend waren. Ich habe mit meiner Gruppe das Projekt „Sei kein Arschloch“ erstellt. Uns geht es in diesem Projekt darum, Jugendlichen im Alter von 14 – 18 Jahren zu zeigen, wie man sich in verschiedenen Situationen richtig verhält. Nachts z.B. lieber die Straßenseite wechseln, wenn man hinter einer Frau läuft, damit sie keine Angst bekommt. Oder wenn man sieht, da sind Typen, die eine Frau belästigen – nicht wegzuschauen, sondern versuchen, was zu tun, einzugreifen.

Die anderen Projekte fand ich auch sehr interessant. Es wurde über Verschiedenes nachgedacht, z.B. ein Board, wo man Zettel, Sticker oder Sprüche usw. anpinnen oder kleben kann, um Meinungen zu sammeln.
Zum Abschluss gab es noch eine Theateraufführung, die echt komisch war und die niemand so richtig verstanden hat. Es ging erst um das Ich und Du Ohr, wenn man mit jemandem redet, der hinter einem sitzt. Das linke Ohr wäre in dem Fall das Ich Ohr und das Du Ohr wäre das Rechte, denn das eine Ohr hört mehr zu als das andere. Daran kann man wohl erkennen, ob einem zugehört wird oder nicht. Dann machte der Schauspieler einen Kopfstand in dem Sessel, in dem er saß, was gar nicht zum Thema davor gepasst hat. Und wir sollten uns dann alle hinhocken und unsere Waden dehnen. Irgendwie hatte die ganze Aufführung keinen Zusammenhang und auch keinen Sinn, weshalb es auch niemand so richtig verstanden hat.
Aber insgesamt ist der Tag den Veranstaltern gelungen. Mir hat es mega Spaß gemacht, und wir haben einige Ideen für unsere Workshops mitgenommen.


