Mit einem gemeinsamen Bummel über den Erfurter Weihnachtsmarkt haben wir, das Büroteam des JW-Vereins-Erfurt e.V., das Jahr 2025 ausklingen lassen. Und weil wir diese „kleinen Betriebsausflüge“ so genießen, haben wir uns direkt für den nächsten Ausflug zum Jahresauftakt verabredet.
Ein Kochworkshop sollte es diesmal sein, nicht irgendeiner, sondern genau der aus unserem Jugendweiheprogramm. Unsere Maike ist ja von allen angebotenen Workshops begeistert. Zu Recht, denn schließlich überlegt sie im Vorfeld immer sehr genau, welche Veranstaltungen, Kurse und Workshops bei den Jugendlichen auf Interesse treffen, um in das jährliche Freizeitangebot für die Bereiche Erfurt und Umgebung, Sömmerda, Apolda und das Eichsfeld aufgenommen zu werden.

Manche Workshops haben ein ganz besonderes Flair. „Around the world – lecker kochen“ ist so ein Kurs. Eine ungezwungene Atmosphäre, wie selbstverständlich aufmerksame Jungen und Mädchen, die Möglichkeit, sich zwanglos auch über sensible Themen auszutauschen, und am Ende gibt es leckeres Essen.
Es ist ein ganz niedrigschwelliger Kurs ohne viele Zutaten, kein Vorwissen erforderlich, kein scharfes Messer, mit dem der Finger verletzt werden könnte. Wahrscheinlich nicken jetzt einige, die auch Kochkurse im Programm haben, wissend, dass so manche*r 14-jährige noch nie einen Apfel geschnitten hat. Und das Wichtigste: das Rezept ist sooo einfach, es gelingt und schmeckt immer.
Das wollten wir auch. Unsere ehrenamtliche „Veteranin aus der Außenstelle Duisburg“ war wieder mal in Erfurt, und so konnte der lange geplante gemeinsame Vereinsausflug endlich starten. Das gesamte Büroteam Dana, Maike, Karina, Brigitte, Gabi und unser FSJler Paul – alle waren an Bord. –

„Uralskie Pelmeni“ in Erfurt – unser Exklusivmoment – wir hatten das Restaurant ganz für uns allein. Es war gemütlich, eine lockere Atmosphäre, einfach perfekt. Für jeden lag eine Kittelschürze mit russischen Motiven bereit – das modische Highlight des Abends. Wir sahen umwerfend aus. Hände waschen, und dann ging´s auch schon los. Jeder hatte an seinem Platz die notwendigen Hilfsmittel – Brettchen, Messer, Teigroller und ein kleines Häufchen Mehl.
Professionelle Anleitung bekamen wir von der russischen Kochlehrerin. Sie erklärte uns, wie der Teig zubereitet wird. Da der natürlich auch ruhen und gehen muss, hatte sie ihn schon vorbereitet. Jeder von uns bekam ein Stück von der großen Kugel.

Jetzt wurden wir aktiv. Teig rollen, schneiden, in Mehl wälzen, ganz dünn ausrollen, füllen, formen, bei der russischen Köchin nachfragen und heimlich Füllung naschen. Für die Füllung gibt es ja unterschiedliche Möglichkeiten, mit Kraut, mit Hack, mit Kartoffeln und Pilzen oder die süße Variante mit Quark und Früchten. Wenn die Füllung auf dem kleinen Stückchen Teig platziert ist, beginnt die eigentliche Kunst. Die so entstandene Teigtasche muss ordentlich geschlossen werden und anschließend sind beide Enden miteinander zu verbinden. Das Formen war schon eine ganz besondere Kunst. Hier war gegenseitige Hilfe und Teamwork gefragt. Ganz leckere und lustige, aber auch verrückt aussehende Pelmeni entstanden – HANDMADE eben, lauter Unikate. Unser Paul war irgendwie schneller als wir alle. Es stellte sich heraus, dass er diesen Workshop schon zweimal besucht und begleitet hatte. Fast unbemerkt hat dann immer mal einer dem Paul ein Stück Teig zum Ausrollen hingelegt. Wir hatten unglaublich viel Spaß.
Die Zeit verging wie im Flug.
Wir haben alle zusammen einen schönen, kurzweiligen Abend verbracht, haben uns an die Kunst der Pelmeni–Herstellung gewagt, viel gelacht und die Zeit zusammen genossen.
Am Ende waren wir stolz auf unsere selbstgemachten Pelmeni und noch ein bisschen stolzer auf uns als Team.
Krönender Abschluss: das Ergebnis aufessen. Richtig lecker!


